Baden, Wassersport, Angeln, Naturschutz - all diese und weitere Interessen wurden in der Masterplanung berücksichtigt. Im Nutzungskonzept finden sich die kurz- und langfristigen Zielsetzungen anhand von Entwicklungszeiträumen wieder.
Im Gegensatz zu einem touristischen Großprojekt als Einzelmaßnahme, das die Gefahr birgt, unflexibel und instabil zu sein, liegt der Masterplanung eine modulare Entwicklung aus Basisinvestionen und verschiedenen Ausbaustufen zugrunde. Diese Konzeption hat den Vorteil, von einer Grundausstattung des Raumes auszugehen und nachfrageorientiert nach einem Baukastenprizip flexibel wachsen zu können.
Auf Basis der Masterplanung können die weiteren Planungen, Abstimmungen, Vorbereitungen und auch Fördermittelakquisitionen erfolgen.
Den Masterplan bieten wir hier zum Download an (19 MB)
Der Masterplan beinhaltet zukünftige Nachnutzungsoptionen für den länderübergreifenden See, der inzwischen den Namen Lappwaldsee trägt. Diese Nachnutzungsoptionen gilt es nun fortzuschreiben und mit den Rekultivierungsmaßnahmen der Bergbauträger abzustimmen. Zielstellung des Planungsverbandes ist es, die Rekultivierungsplanung mit der kommunalen Bauleitplanung optimal zu verschränken, um Synergien zu nutzen. Hierunter fallen insbesondere auch die Nachnutzbarkeit von Wirtschaftswegen bzw. die Neuanlage eines Uferweges sowie eines Panormaweges am See.
Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) und die Helmstedter Revier (HSR) GmbH verantworten gemeinsam die Wiedernutzbarmachung der Bergbauflächen im Helmstedter Revier. Dazu zählen auch die Sicherung beziehungsweise Sanierung der künftigen Uferbereiche des Lappwaldsees.
Nun gibt es erste Ideen und Wünsche zur Ausgestaltung eines Wegenetzes rund um den Lappwaldsee. Bereits vorhandene Wirtschaftswege der LMBV auf sachsen-anhaltinischer Seite und der auf der niedersächsischen Seite zuständigen HSR sollen erhalten beziehungsweise für die Nachnutzung ausgebaut werden. Ziel ist, die 3,6 Meter breiten, asphaltierten Wirtschaftswege bei Änderungsbedarf möglichst so anzulegen, dass sie künftig als Spazier-, Rad- und Wanderwege genutzt werden können.
Änderungen könnten sich daraus ergeben, dass aktuell von einem voraussichtlichen Endwasserstand von +111,65 Metern NHN ausgegangen wird. Bisher rechneten die Planer mit einem rund acht Meter niedrigeren Endwasserstand. An der finalen Höhe des Wasserpegels orientiert sich die Gestaltung von Böschungen und Ufer. Mit den endgültigen Planungen kann jedoch erst nach der Genehmigung des Planfeststellungsverfahrens durch das zuständige Landesbergamt Clausthal-Zellerfeld begonnen werden.
Der Lappwaldsee, seine Uferbereiche und die Umgebung sollen den Menschen in Zukunft als Naherholungsgebiet dienen. Durch besondere Leuchtturmprojekte könnte das Helmstedter Revier aber auch interessant für Urlauber, Kurzurlauber und Tagesbesucher von außerhalb der Region werden.
Um die künftige Wegeplanung zu erleichtern, haben sich die Anlieger des Gewässers bereits jetzt Gedanken gemacht und Wünsche für künftige Spazier-, Wander- und Radwege zu geäußert. In einem allerersten Schritt wurden nach einer ersten Abstimmungsrunde wünschenswerte Wegeverbindungen auf der sachsen-anhaltinischen Seite des Lappwaldsees benannt. Der Planungsverband Lappwaldsee hat diese in der nebenstehenden Karte gelb untersetzt markiert.
Die Arbeiten auf sachsen-anhaltischer Seite stehen aus bergtechnischen Gründen zeitlich eher an als auf der niedersächsischen Seite. Vorläufiges Ziel ist es, den Verlauf und Ausbau der Wege im südöstlichen Bereich des Ufers bis 2028 mit der LMBV abzustimmen.
Der Planungsverband Lappwaldsee und die kommunalen Gremien werden sich ab 2026 über den vorgeschlagenen Verlauf und die künftige Nutzung der Wirtschaftswege als Spazier-, Wander- und Radwege weiter austauschen.
Auch die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Vorschläge und Wünsche zum künftigen Verlauf von Wegen am Lappwaldsee zu äußern.
Die obenstehende Karte kann zur ausschließlich privaten Nutzung hier heruntergeladen werden.
Der Planungsverband Buschhaus hat nach dem Abschluss des Ideenwettbewerbs für das Helmstedter Revier “Transformation - vom Braunkohlerevier zur Grünen Energielandschaft” die Aufgabe, in einem zweiten Schritt die vorhandenen Teilplanungen für das Helmstedter Revier und ausgewählte Ideen aus den 12 Wettbewerbsbeiträgen zu einem Gesamträumlichen Entwicklungskonzept (GrEK) für das Helmstedter Revier zusammenzuführen. Dies soll 2026 erfolgen.
Sofern dieses Konzept in den Verbandsversammlungen des Planungsverbands Lappwaldsee und des Planungsverbands Buschhaus beschlossen und nachfolgend auch vom Gemeinderat Harbke sowie den Räten der Städte Helmstedt und Schöningen bestätigt wird, soll es als Masterplan für das gesamte Revier dienen. Damit würde es unter anderem den “Masterplan Helmstedt-Harbke-See” ersetzen.